Alejandra Torres

Die aus Kolumbien stammende Violinistin Alejandra Torres lebt und arbeitet seit über 18 Jahren in Österreich. Nach vielen Jahren im Musikgeschäft setzt sie nun ihre Solokarriere fort und wird dem Publikum beim Galakonzert Auszüge daraus präsentieren.

Ihre Laufbahn begann sie bereits in früher Jugend als klassische Musikerin und trat mit 13 Jahren als Solistin mit dem Symphonieorchester Kolumbiens auf. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, wie den zweiten Platz beim „Concurso Internacional de Violin de la biblioteca Luis Angel Arango“ 1996 und den ersten Platz beim nationalen Wettbewerb „Colombia Suena Bien“ von SONY Music in der Gruppe beste Solistin in Klassik. Dieser Preis bot ihr als 17-Jährige die Möglichkeit, ihre Musikstudien an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fortzusetzen. Dort studierte sie bei Gerald Schubert, einem Nachfahren des berühmten Franz Schubert und Leiter der Abteilung der zweiten Geigen der Wiener Philharmoniker. Alejandra Torres absolvierte ihr Studium mit Auszeichnung und wirkte als erste lateinamerikanische Violinistin bei den „Wiener Philharmonikern“ mit, ein bemerkenswerter Karriereschritt für eine Frau, denn das Traditionsorchester nimmt nur sehr selten Musikerinnen auf.
Interessiert an verschiedenen Musikrichtungen lernte Alejandra 2009 den weltberühmten Komponisten, Musikproduzenten und Bassisten der Band „Snow Owl“, Juan Garcia-Herreros, und den Pianisten und Komponisten Juan Carlos Paniagua kennen, mit denen das Album „Tres caminos“ aufgenommen wurde. Der Stil ist eine Mischung aus klassischer und kolumbianischer Musik, Jazz und Weltmusik (Fusion). Produzent war Grammy-Gewinner Georg O. Luksch.

Nach einer zweijährigen Pause vom Violinspiel, in der sie als Managerin von Juan Garcia Herreros Gruppe „Snow Owl“ tätig war, wurde sie als Sängerin und Geigerin Mitglied dieser Formation und trat bei Konzerten auf der ganzen Welt auf. Sie blickt auf gemeinsame Auftritte mit renommierten Musikern, darunter Grammy-Gewinner, zurück. So spielte sie z. B. mit Hector Martignon, Roberto Quintero, Stoyan Yankoulov, Mamadou Diabate, Sabri Tulug Tirpan, Bertl Mayer, Davy Honnet, Nicola Stanosevic, Marcio Tubino sowie mit den Sängerinnen SuCh, Poli Genova, Jennifer Jade Ledesna u. a. Außerdem war sie am Produktionsteam des Albums „Normas“ beteiligt, das 2014 als bestes Latin Jazz Album bei den „Latin Grammy Awards“ nominiert war. Zudem war sie Leiterin des Vereines „Snow Owl Kunst – Bildung – Integration“, der sich der Organisation von Konzerten widmet, um die verschiedenen Kulturen der Welt zusammenzubringen. Sie organisierte drei Jahre in Folge Konzerte in St. Peter am Kammersberg am „International Jazz Day“, der von Piano-Jazzlegende Herbie Hancock initiiert wurde und an dem weltweit Jazz-Konzert stattfinden. Das neueste Album „The Blue Road“ von Juan Garcia Herreros, an dem sie Geigerin und Managerin beteiligt war, erreichte drei Goldene Medaillen der „Global Musik Awards“ in den USA. Mit dieser Produktion verabschiedete sich Alejandra Torres nach sieben Jahren von diesem Abschnitt ihrer Laufbahn, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Seit 2017 konzentriert sie sich auf ihr neues Projekt „Alejandra Torres“, bei dem sie mehr von sich selbst zeigt und all ihr Talent und ihre Erfahrungen einbringt. Ihre Musik ist eine Mischung aus Klassik, Jazz, Latin-Jazz und kolumbianischer und lateinamerikanischer Musik.
Alejandra Torres hatte auch die Ehre, als internationale Freiwillige am berühmten „Panama Jazz Festival“ teilzunehmen, welches von Patricia Pérez und ihrem Mann Danilo Pérez geleitet wird. 2018 wird sie im Rahmen des Austauschprogramms „Intercambio de Musica Clásica“ aktiv an diesem Festival teilnehmen.
Aktuell arbeitet sie an einem eigenen Soloalbum mit dem Titel „Renacer“ (wiedergeboren), das im September erscheinen wird. Dafür hat sich Alejandra Torres Unterstützung von international renommierten Musikern geholt.

Beim Galakonzert des MIMF wird sie uns einen Vorgeschmack darauf geben!

www.alejandratorres.net 
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