Triptychon eines Einsamen von Günther Antesberger

Triptychon eines Einsamen von Günther Antesberger Foto: Fritz-Press Klagenfurt

Trotz der mehrheitlich sehr hohen kompositorischen Qualität der diesjährigen Einreichungen ist die vierköpfige Jury zu einer einstimmigen Entscheidung gekommen.

Das Triptychon eines Einsamen ist inspiriert vom lyrischen Werk des Oberkärntner Dichters Siegfried P. Gelhausen (geb. 1950 in Irschen). Gelhausen und seine Schöpfungen gelten als unangepasst und anders. Aus seinen Mundart-Gedichten spricht weder der Wunsch nach Idylle noch die Sehnsucht nach der heilen Welt. Sein Werk wird vor allem wegen seiner klaren Sprache, seiner einprägsamen Bilder und seiner Hinwendung zum oftmals Übersehenen hoch geschätzt. Aus ausgewählten Gedichten des Bandes „mei longe wondaschoft zur sunn...“ (1994) hat Günther Antesberger drei Skizzen entworfen, die als „Traumhaftes, „Beziehungswirren“ und „Vision“ umrissen werden können. Ihre unterschiedlichen Stimmungen hat er melodisch und einprägsam in musikalische Bilder übersetzt, die sich zu einem geschlossenen Ganzen vereinen.

Günther Antesberger, geb. 1943 in Klagenfurt, studierte am Landeskonservatorium (Klavier, Theorie) und an den Musikhochschulen bzw. Universitäten Graz und Wien (Musikpädagogik, Anglistik, Staatsprüfung Klavier 1968) Er promovierte 1976 an der Universität Graz in Musikwissenschaft (Schwerpunkt 19. Jh.). Von 1967 bis 2005 wirkte er im ORF Kärnten als Programmproduzent für Radio und Fernsehen. Außerdem ist er als Autor, Komponist, Arrangeur, Instrumentalist und Moderator tätig und Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen.

Das Werk wird im Rahmen der Österreichpremiere des Oratoriums NOSTOS. A Journey of Others von Zane Zalis uraufgeführt.

(c) 2018 MURAU INTERNATIONAL MUSIC FESTIVAL

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